Geschenke zur Geburt für Mitarbeiter oder Geschäftsfreunde

Ihr seid ein Unternehmen und wollt ein Geschenk zur Geburt kaufen? Was dabei zu beachten ist, erklären wir Euch hier: Gerade im Hinblick auf die Geburt eines Kindes ist die steuerrechtliche Beurteilung von Geschenken für die eigenen Mitarbeiter und Geschäftsfreunde immer wieder ein Thema.

Was sagt der Gesetzgeber?

Geschenke an Geschäftsfreunde sind steuerlich in voller Höhe als  Betriebsausgabe abzugsfähig, solange die Geschenke insgesamt pro Jahr und pro Person 35 € nicht übersteigen. Bei der Frage, ob die 35 € – Grenze ein Netto- (ohne Umsatzsteuer) oder Bruttogrenze (mit Umsatzsteuer) darstellt, kommt es darauf an, ob Ihr als Unternehmer Vorsteuerabzugsberechtigt seid, oder nicht. Solange Ihr Kleinunternehmer (§ 19 UStG), Arzt (steuerfreie Umsätze) oder sonstiger Unternehmer seid, der keine Umsatzsteuerpflichtigen Leistungen erbringt, handelt es sich bei der 35 € – Grenze immer um eine Bruttogrenze (mit Umsatzsteuer). Dann darf das Geschenke pro Person und Jahr in der Summe nicht mehr als 35 € kosten. Erbringt Ihr Umsatzsteuerpflichtige Umsätze (Einzelhändler, Gewerbetreibende etc.) und stellt Euren Kunden die Umsatzsteuer in Rechnung, handelt es sich bei der 35 € – Grenze um eine Nettogrenze (ohne Umsatzsteuer). Somit dürft Ihr „mehr“ verschenken als Unternehmer, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind. Ist dies der Fall, kommen für Euch die Geschenkpakete von Mamas Liebling im Wert von 35 € oder von 40 € in Frage. Geschenke an Mitarbeiter werden steuerlich als „Aufmerksamkeit“ behandelt. Ihr dürft Euren Arbeitnehmern mehrfach im Jahr Sachzuwendungen bis zu einem Wert von 60 € brutto zukommen lassen. Entscheidend hierbei ist, dass beim Arbeitnehmer ein besonderes persönliches Ereignis vorliegen muss – z.B. Geburtstag, Geburt eines Kindes etc.. Die 60 € -Grenze ist immer eine Bruttogrenze, unabhängig davon, ob Ihr Vorsteuerabzugsberechtigt seid, oder nicht.